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Sonntagsgedanke: Was bedeutet Mut zu haben und wie wirkt sich das auf unser Leben aus?



Hallo ihr Lieben, erstmal wünsche ich euch einen wundervollen Sonntagabend! Heute durfte ich schon einige Sonnenstrahlen bei einem langem Spaziergang im Wald tanken und das tut der Seele einfach so richtig gut. Ich liebe es einen Waldboden unter den Füßen zu spüren und freue mich, wenn die Zeit wieder kommt, dass man barfuß in der Natur spazieren gehen kann. Draußen kann ich auftanken und hole mir meist neue Inspiration für meine Bilder. In letzter Zeit mache ich mir viele Gedanken über das Leben selbst. Wo will ich hin, was habe ich noch vor? Was macht mich so richtig glücklich?


Das Ö3-Interview heute mit Ina Regen - eine junge, sympathische und authentische Songwriterin und Sängerin aus Oberösterreich - inspirierte mich für meinen 2. Blogeintrag.

Bei diesen Fragen, die ich mir heute gestellt habe gehören für mich auch immer Träume und Visionen dazu für diese es manchmal Mut braucht. Mut für das Neue und Unbekannte.


So mit Anfang zwanzig war ich sehr mutig und auch manchmal vielleicht etwas blauäugig. Ich bin bevor ich so wirklich über etwas nachgedacht habe mitten ins Abenteuer gesprungen, ob neuer Job oder neue Wohnung. Ich habe mir viel weniger Gedanken darüber gemacht, wie es wohl sein könnte, wenn ich ...


Jetzt 11 Jahre später - immer noch mutig aber schon viel bedachter und mit viel mehr Überlegungen, wage ich mich in das Neue. Die Werte sind gleich geblieben nur die Prioritäten und Erfahrungen haben sich verändert. Ich würde nicht sagen, dass ich je etwas bereut habe auch nicht, dass ich sehr oft umgezogen bin aber ich überlege mir meine Handlungen und die damit verbunden Konsequenzen viel genauer. Und das fühlt sich für mich jetzt so auch besser an.


Letztes Jahr machte ich eine 6-monatige Bildungskarenz in Florenz. Ich besuchte Kunstkurse an der Academia di Arte mitten im Zentrum. Die Vorfreude auf die Zeit war groß und auch als das mit Corona begann, wusste ich tief in mir, dass ich noch in diesem Jahr (2020) in Italien sein werde obwohl es viele Menschen nicht mehr für möglich gehalten haben. Aber ich hielt an meiner Vision fest. Ich gestaltete kleine Bilderwelten von italienischen Städten, in denen ich in dieser Zeit leben wollte. Ich schrieb ein Dankbarkeitstagebuch in der Zeit vor meiner Abreise welches mir sehr half das Positive zu fokussieren auch wenn ich meine Reise 3 mal verschieben musste aber dann letztes Jahr am 28. Juni war es endlich so weit und ich konnte mein großes Abenteuer beginnen.


Auch für dieses Abenteuer brauchte ich Mut. Mut in einem anderen Land zu leben, dessen Sprache ich damals noch nicht sehr gut beherrschte. Mut auch zu scheitern - im Kunstunterricht sowie auch mal, dass ein paar Dinge dann vielleicht doch nicht so gelaufen sind, wie man sich das gedacht hätte. Aber ich glaube, das alles gehört einfach dazu, wenn man etwas Neues beginnt. Deshalb auch dieses Zitat von Anäis Nin. Es hat mich angesprochen und zum Nachdenken gebracht. Wer weiß, vielleicht inspiriert dich das ja auch?


Selbstporträt einer Künstlerin mit Ölpastelle auf Papier
'the girl in the mirror' Selbstporträt Oktober 2020

Wir können selbst über unser Leben bestimmen. In dem letzten halben Jahr habe ich mich auch viel mit meiner eigenen Kunst beschäftigt - mich mit ihr auseinandergesetzt. Ich brauchte sogar auch Mut, mein eigenes Selbstporträt zu malen. Mich ganz genau im Spiegel zu betrachten, die verschiedenen Farben in meinem Gesicht zu entdecken. Es ist unglaublich spannend aber es war für mich auch anfangs ein eigenartiges Gefühl meine Gesichtspartien so genau zu studieren. Es war ein Einlassen auf mich selbst. Kunst kann manchmal sehr persönlich sein und sich als Künstlerin zu zeigen erfordert manchmal Mut.


Für mich bedeutet Mut nicht nur Paragleiten oder vom 10-Meter-Turm zu springen.

Mutig finde ich persönlich Menschen, die ihren eigenen Weg gehen und dabei auf ihr Herz hören und ihren eigenen Werten treu bleiben. Mutig ist für mich, seine eigene Meinung zu vertreten auch wenn man sich dann bei anderen Menschen unbeliebt machen könnte. Mutig heißt für mich, jemanden loszulassen, den man sehr geliebt hat aber man spürt, dass es an der Zeit ist weiterzugehen damit beide die Chance bekommen um wieder wachsen zu können. Mut ist für mich, sich so zu zeigen wie man ist und nicht in eine Rolle zu schlüpfen nur um jemanden anderen gefallen zu wollen.


Ich bin der festen Überzeugung, dass wir der Schmied unseres eigenen Glücks sind und wir können immer etwas in unserem Leben verändern bzw. verbessern wenn sich etwas nicht mehr gut anfühlt und dazu gehört oft Selbstliebe, Durchhaltevermögen und Mut, dass man selbst ins Tun kommt und die Veränderung lebt. Dann hält das Leben auch wieder viele wundervolle Geschenke für uns bereit.


Was bedeutet für euch mutig zu sein?

Ich bin gespannt auf eure Kommentare.


Bis bald,

eure Laura












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